MRS. VICKEEYVIKTORIA FÜRST
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02 / SPORTSWIM. BIKE. RUN.

DREI DISZIPLINEN.
EIN ANTRIEB.

Viktoria im türkisblauen Wasser eines Pools01 / SWIM

Ins kalte
Wasser.

Den ersten Schritt machen. Auch wenn er Überwindung kostet.

Viktoria auf dem Zeitfahrrad im Wettkampf02 / BIKE

Den Blick
nach vorn.

Dranbleiben, den Rhythmus finden und den eigenen Weg fahren.

Viktoria beim Laufen im Triathlon03 / RUN

Weiter als
gestern.

Triathlon ist für mich auch eine Haltung: wachsen, Schritt für Schritt.

MEIN WEG / MEINE LEIDENSCHAFT

VON DEN ERSTEN SCHRITTEN.
ZU MEINEM EIGENEN WEG.

Sport begleitet mich seit meiner Kindheit. Basketball, Fußball, Leichtathletik, Tischtennis – ich war in verschiedenen Vereinen unterwegs und habe gefühlt alles ausprobiert. Mit etwa 15 oder 16 Jahren kam das Fitnesstraining dazu. Bewegung gehörte für mich einfach immer zum Leben.

2018 habe ich meine ersten Laufversuche gestartet. Ohne großen Plan, einfach loslaufen. Daraus wurde ziemlich schnell eine Leidenschaft. 2020 lief ich meinen ersten Halbmarathon in 1:52 Stunden, ein Jahr später stand bereits eine 1:38 auf der Uhr. Ich wollte herausfinden, was noch in mir steckt.

Ende Dezember 2021 begann ich, Kraulschwimmen zu lernen. Im Februar 2022 kaufte ich mein erstes Rennrad und schon im Juni stand ich am Start meines allerersten Triathlons: dem Drachen-Triathlon in Furth im Wald. Die olympische Distanz absolvierte ich in 3:02 Stunden und durfte mich über den 3. Platz in der Gesamtwertung der Frauen freuen. Ein unglaublich intensives Erlebnis – und das bei meinem allerersten Triathlon! Eine Woche später stand ich bei einem Laufwettkampf am Start. Zunächst lag ich in Führung, doch während des Rennens brach ich mir den Fuß. Durch die Verletzung konnte ich nicht mehr so laufen wie zuvor und kam schließlich als Zweite ins Ziel. Auch dieser Tag war eine prägende Erfahrung für mich. Danach folgte ein halbes Jahr ohne Sport – eine ganz andere Herausforderung.

Im Januar 2023 konnte ich wieder ins Triathlontraining einsteigen. Beim Audi Triathlon in Ingolstadt im Mai absolvierte ich die olympische Distanz in 2:38 Stunden und belegte Platz 7 in meiner Altersklasse und Platz 18 im Gesamtfeld der Frauen. Im August folgte mein erster IRONMAN 70.3 in Duisburg: 5:01 Stunden. Im Herbst 2023 entschied ich mich, die Profilizenz zu holen. In so kurzer Zeit war aus den ersten Laufschritten ein Weg geworden, den ich mir anfangs kaum hätte vorstellen können.

2024 ging es weiter: Beim IRONMAN 70.3 in Jesolo erreichte ich nach 4:45 Stunden das Ziel. Dieser Wettkampf diente mir als Vorbereitung auf die Deutsche Meisterschaft. Als der Audi Triathlon in Ingolstadt im Juni wegen Hochwassers kurzfristig abgesagt wurde, suchte ich eine Alternative. Nur wenige Tage vor dem Start meldete ich mich für die olympische Distanz in Obernzenn an – und gewann in 2:24 Stunden die Gesamtwertung der Frauen. Ich war an diesem Tag unglaublich glücklich über diesen Erfolg und konnte selbst kaum glauben, was ich gerade geschafft hatte.

Im August folgte die Deutsche Meisterschaft beim Ostseeman. Dort erreichte ich das Ziel nach 4:41 Stunden. Sportlich hätte meine Leistung zum Vizemeistertitel gereicht. Doch kurz vor dem Zieleinlauf verletzte ich mir während des Wettkampfs erneut den Fuß. Für mich war das eine sehr tragische und emotional belastende Situation, die auch mit meiner nachträglichen Disqualifikation zusammenhing. Die Verletzung schränkte anschließend mein weiteres Training ein. Im September stand ich trotzdem noch einmal beim nachgeholten Audi Triathlon in Ingolstadt am Start. Dort wurde die Bayerische Meisterschaft ausgetragen, und ich wollte unbedingt dabei sein – obwohl ich in den Wochen zuvor durch meine Verletzung im Training eingeschränkt gewesen war. Umso mehr bedeutete es mir, bei der Bayerischen Meisterschaft in 4:38 Stunden den 4. Platz zu belegen.

Diese Zeit hat mir unendlich viel Spaß gemacht und mich gleichzeitig sehr geprägt. Ich habe erlebt, wozu mein Körper fähig ist und wie weit ich in kurzer Zeit kommen konnte. Aber auch, wie viel dieser Sport mental verlangt: Leistungsdruck, Rückschläge und ein Alltag, der sich fast vollständig um Training und Wettkämpfe dreht. Triathlon stand an erster Stelle – oft noch vor Familie, Freunden und allem anderen. Es war eine intensive Zeit voller Erfahrungen, für die ich dankbar bin.

Heute möchte ich den Sport wieder vor allem als Hobby und Leidenschaft genießen. Die Freude an der Bewegung soll im Mittelpunkt stehen. Wer weiß, vielleicht gibt es irgendwann ein Comeback – einfach aus Spaß. Und ein Traum bleibt: eines Tages eine ganze IRONMAN-Langdistanz zu schaffen. 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen. Ohne Druck, aber mit ganz viel Vorfreude auf das, was noch kommen darf.

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